Badezimmer-Sanierung

Der Auftrag des Bauherrn lautete, ein Badezimmer aus den Endsiebzigern neu aufzubauen. Von Grund auf neu, also mit Entkernung des alten Badezimmers. Komplett, vollumfänglich und ohne weitere Gewerke an einen zweiten oder dritten Betrieb abzugeben. Es war ein Sorglos-Paket gewünscht, bei dem wir an alles denken mussten. Von A bis Z wurde unsere Sanierung für das Badezimmer als Service ausgeführt. Jede Arbeit unterlag unserer Ausführung.

Die Vorstellungen des Ehepaares war eigentlich eine Modernisierung mit gleichen Raumaufteilungen, wie sie vorher schon bestanden. Dazu besuchten sie Badausstellungen im friesischen Raum und fuhren auch viele Baumärkte ab, um geeignete Materialien kennen zu lernen.

Über die gesamte Zeit der Bauphase waren keine genauen Vorgaben über Abmessungen und Aufteilungen erteilt worden. Das bedeutete für uns recht flexibel zu sein, falls doch einmal Wünsche ad hoc übernommen werden sollten. Weil während der Bauphase keine zweite Toilette zur Verfügung stand, wurde kurzerhand einfach ein Dixi-Klo im Garten aufgestellt.

Die Aufteilung des alten Badezimmers kann man am besten wie folgt beschreiben:
Grundriss: 3 m x 5 m
Dusche mit Duschwanne in einer geschlossenen Zelle mit 3 festen, gefließten Seiten und einer Klapp/Falttür.
Die Toilette in einem kleinen, eigens mit einer Tür geschlossenen Zelle.
Ein Waschbecken, eine alte Spüle mit Spülbecken und Unterschrank, sowie daneben eine Waschmaschine. Zusätzlich erwähnenswert ist noch ein alter Nachtstromspeicherofen.

Zunächst musste der gesamte Raum entkernt werden. Der Nachtstromspeicherofen wurde demontiert und entsorgt. Alle Installationen konnten entsorgt werden, weil eine komplette Neuanschaffung geplant wurde. Der Fußboden wurde nicht nur von den alten Fliesen befreit, sondern bis auf den Grund aufgestemmt und abtransportiert. Damit war nach unten hin alles offen. Die alte Zimmerdecke wurde nicht angetastet, weil darüber noch der alte Heuboden seine Funktion als Lagerfläche behalten sollte. Weil es sich um ein Haus von 1904 handelte und die Zimmerdecke sehr hoch war, wurde ein Herabsetzen der neuen Zimmerdecke geplant. Neue Verschalung aus Holzpaneelen mit Nut und Feder mit anschließender Lasur in Weiß wurden ausgeführt. Die eingebrachte neue Wärmedämmung machte sich sofort bemerkbar – es wurde angenehm warm im Raum, auch ohne Heizung.

Eine elektrische Fußbodenheizung wurde als Ersatz für den Nachtstromspeicherofen vorgeschlagen, für beinahe die gesamte Fläche von 15 m². Unter dem neuen Estrich verlegten wir extra dicke Isolierungen. War ursprünglich mal ein ähnlicher Aufbau des Badezimmers gewünscht worden, kam nun das Ehepaar durch die Anregungen auf den verschiedenen Badausstellungen zu dem Entschluss, es müsse alles doch irgendwie an einem anderen Platz stehen.
Somit rückten wir von den eigenen Vorplanungen ab und konnten noch vor Ausbringung des Estrichs die Anschlüsse für Waschmaschine und Handwaschbecken auf die andere Zimmerseite verlegen. Die Zu- und Ableitungen wanderten in den Boden von der einen zur anderen Seite. Zusätzlich wurde jetzt auch der Wunsch nach einer richtig großen Badewanne geäußert. Diese sollte wegen des schönen Ausblicks aus dem Fenster dicht daran stehen.

Ab 00:55 sind Momente der Badsanierung in chronologischer Abfolge zu sehen.

Mit den Eigentümern war eine Zeitspanne von acht bis zwölf Wochen bis zur Fertigstellung vereinbart worden. Deshalb wurde ein schnellhärtender Estrich gewählt. Schließlich konnten wir so für weitere Installationsarbeiten den Raum betreten und wichtige Vorbereitungen für das spätere Fliesen ausführen.
Apropos Fliesen: Für eine harmonische, ruhige Atmosphäre wurde von uns allen die Verwendung sehr großer Bodenfliesen favorisiert (Größe 75×75 cm). Wegen der Ausleuchtung mit dem durch das Fenster einfallenden Tageslicht wurde eine dezente, helle Fliesenfarbe mit halbmatter Fliesenoberfläche gewählt. Zur Betonung eines Kontrasts und der Vermeidung von Eintönigkeit kam zur gewählten Fliesenfarbe Grau eine zweite Fliesensorte (Größe 30×60 cm) hinzu, die sich farblich gut ergänzend einfügte. Verlegt wurde diese Kombination im Wandbereich der Dusche und auf dem umlaufenden Sims des Badezimmers.

Ein Abschluss aller Arbeiten geschah noch vor Ablauf der vereinbarten maximalen 12 Wochen. Trotz eines umfangreichen Arbeitsauftrags schafften wir zur Zufriedenheit aller nach 8 Wochen die Fertigstellung. Insgesamt waren alle mehr als zufrieden und wir ernteten noch nach Monaten ein dickes Lob. „Das neue Bad ist nicht nur eine gelungene Sanierung, es ist für uns zu einer Oase der Entspannung geworden. In der Rückschau auf den Umfang unseres gewünschten Sorglos-Pakets waren wir mehr als zufrieden. Wir sind allseits glücklich und bedanken uns ganz herzlich für diese wundervolle Arbeit„.